Übungen zur Dankbarkeit

Dankbarkeit ist wundervoll für eine positive Sicht auf die Dinge. Darin wird Dich folgende Übung unterstützen

Wofür bist Du gerade in diesem Moment dankbar?

Die Übung kannst Du sehr gut morgens nach dem Aufstehen oder direkt vor dem Schlafengehen machen. Besonders schön ist ein kleines Dankbarkeitstagebuch. Hier hältst Du 2-3 Punkte täglich fest, für die Du heute dankbar bist. Aufschreiben hilft Dir dabei, die Dankbarkeit zu vertiefen. Und Du kannst in deinem Büchlein immer wieder nachschlagen und Dir positive Energie holen.

Es gibt eine kostenlose App, sie heißt presently, mit der auf dem Handy das Dankbarkeitstagebuch geführt werden kann. Jeden Tag kannst Du einen kleinen Satz oder Stichpunkte aufschreiben. Nach einiger Zeit entsteht eine Liste mit Dankbarkeiten, die Du Dir immer wieder angucken kannst und die Dich an die schönen Momente erinnern.

Du findest die App hier: https://presently-app.firebaseapp.com/

Wenn Dir diese Übung Schwierigkeiten bereitet und Dir nichts einfällt, für das Du dankbar sein könntest, dann findest Du hier ein paar Anregungen. Du kannst auch für Dinge dankbar sein wie:

Ich bin dankbar für meine warme Wohnung
Ich bin dankbar für meine warme Dusche
Ich bin dankbar, dass ich lebe! 😊
Ich bin für den kleinen zwitschernden Vogel vor meinem Fenster dankbar…

Je mehr Du gewahr wirst, was dir sonst vielleicht so selbstverständlich erscheint (aber was eigentlich gar nicht selbstverständlich ist) und Du dafür Dankbarkeit ausdrückst, umso mehr wird Dir bewusst, wie viele Geschenke das Leben für Dich bereithält. Das fühlt sich klasse an. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Vielleicht ist Tagebuchschreiben nicht so Deine Sache oder Du bist voll motiviert und möchtest noch mehr Dankbarkeit ausdrücken, dann lass Dich von der alten weisen Frau inspirieren:

Erzählung: Die Alte und die Bohnen
(Autor*in unbekannt)

Es war einmal eine sehr alte, weise Frau. Sie hatte ein recht beschwerliches Leben. Jeden Morgen, bevor sie ihr Tagwerk begann, legte sie sich eine Kittelschürze um. Dann ging sie in ihre Speisekammer und nahm eine Handvoll Bohnen aus einem Sack. Diese steckte sie sich in die rechte Tasche ihrer Schürze. Wann immer ihr im Laufe des Tages etwas Schönes begegnete – das Lächeln eines Kindes, der Gesang eines Vogels, der Klang einer Klangschale, ein Mitmensch, der ihr eine Freundlichkeit erwies, der Duft einer schönen Tasse Kaffee, ein Sonnenstrahl, der ihr Gesicht traf oder ein schattiger Platz in der Mittagshitze – kurz gesagt, für alles, was ihr Herz und ihre Sinne erfreute, ließ sie eine Bohne von der rechten in die linke Schürzentasche wandern. Am Abend, bevor sie sich schlafen legte, nahm sie die Bohnen aus der linken Tasche ihrer Kittelschürze. So betrachtete sie, was ihr an diesem Tage Schönes widerfahren war. Bei jeder einzelnen Bohne wusste sie noch ganz genau, was ihre Freude ausgelöst hatte. Und wenn sich auch nur ein einziges Böhnchen in ihrer linken Schürzentasche fand, dann war es für sie ein Tag, an dem es sich gelohnt hatte, zu leben.

Hier ist unsere Audiodatei für Deine Dankbarkeit. Klicke auf den Button, und höre Dir auf Soundcloud an, was wir Dir erzählen