Übungen zur Selbstfürsorge

Was Selbstfürsorge für Dich persönlich bedeutet, kannst Du mit den folgenden Fragen für Dich herausfinden.
Wenn Du am Tag eine Stunde Zeit bekommen würdest, was würdest Du damit machen?

Wenn Du Dich mit einer wohlwollenden und liebevollen Haltung selbst betrachtest, wie Du den Alltag gestaltest, gibt es etwas was Du verändern möchtest?

Hast Du Wünsche, die Du schon lange mit Dir trägst aber noch nicht umgesetzt hast?

Wartest Du insgeheim darauf, dass ein Prinz / Prinzessin auf einem weißen Schimmel vorbei kommt und Deine Bedürfnisse erfüllt?


Guten Morgen Übung:
Diese Übung unterstützt Dich, Selbstfürsorge bewusst in Deinen Alltag zu integrieren.
Nimm Dir morgens, bevor der Alltag losgeht, 10 Minuten Zeit und beantworte für Dich die Fragen:

Wie wird der Tag heute ablaufen? Was soll heute erledigt werden?
Was werde ich heute tun, um für mich zu sorgen? Wann werde ich das tun?
Was muss ich berücksichtigen, damit mein Vorhaben wirklich gelingt?
Mit welcher Haltung möchte ich durch diesen Tag gehen?

Vielleicht beantwortest Du die Fragen, wenn Du noch etwas länger im Bett liegst oder mit einer Tasse Tee am Frühstückstisch.

Frage Dich nicht „was muss ich heute alles erledigen?“ sondern „ Was werde ich heute erledigen und was kann heute ausfallen, damit Zeit bleibt, mir selbst etwas Gutes zu tun?“

Wenn Du magst, kannst Du Dir deine Gedanken, Ideen und Vorhaben auf eine Karte oder in ein Morgentagebuch schreiben, sodass Du bald eine Sammlung mit Möglichkeiten zur Selbstfürsorge hast.

In dem Tagebuch kannst Du auch Bilanz ziehen, um festzustellen welche Vorhaben Dir gefallen haben, an welchen Tagen es nicht klappt selbstfürsorglich zu sein und warum.

Guten Morgen Seiten:
Die Morgenseiten helfen Dir, Dich zu beobachten wie Du mit Dir umgehst und unterstützen Dich, Sorgen, Ängste oder negative Erwartungen loszulassen und mit mehr Distanz zu betrachten.

Wenn Du sowieso gerne schreibst oder wenn Du Lust auf eine Herausforderung hast, dann nimm Dir Zeit für diese Übung, die ca. 30 – 45 Minuten dauert.

Noch bevor Du aufstehst und etwas machst, greife zu Stift und Papier und schreibe drei bis fünf Seiten Tagebuch. Schreibe auf, was Dir spontan einfällt, die ersten Gedanken, die Du beim Aufwachen hattest, die ersten Gefühle, die kommen, die Vorfreude auf den Tag oder die Ängste und negativen Erwartungen. Wichtig: Mache keine Schreibpausen, also setze den Stift nicht ab! Wenn Dir nichts mehr einfällt schreibe „mir fällt nichts ein, mir fällt nichts ein…“ also jeder Gedanke und Eindruck, jedes Bild, das  in Deinem Kopf ist, kommt aufs Papier. Der Text muss keinen Sinn ergeben.
Klappe danach das Buch zu und lese die Seiten nicht mehr durch. Wichtig: das Buch ist nur für Dich – niemand sonst soll die Seiten lesen! Deshalb ist es auch nicht wichtig, ob Du Fehler machst oder Dein Schreibstil nicht Deinen Erwartungen entspricht. Schreib Dich frei. 😉

Gedanken Yoga:
Wähle einen festen Zeitpunkt in Deinem Tagesablauf. Z.B. gleich morgens kurz vor dem Aufstehen. Schreibe einen positiven und vor allem ungewöhnlichen Gedanken über Dich selbst in Dein Tagebuch. Du kannst dafür auch Worte erfinden.

Zum Beispiel: „Ich bin eine witzige, überaus intelligente Superwoman“ oder „Ich bin ein Wunder aus Liebe und Glitzerfunken“ oder „Ich strahle wie ein großes Sonnengesicht“

Dann nimm wahr, was dieser Gedanke mit Dir macht. Was fühlst Du bei dem Gedanken? Wie fühlt es sich an, wenn Du ihn laut oder leise aussprichst?

Da viele Menschen gewohnt sind, eher negativ als positiv über sich selbst zu denken, kann diese Übung erst einmal ungewohnt sein. Gerade deswegen kann diese Übung Dein Denken über Dich selbst erweitern und bringt viel Spaß.

Farbendusche für Zwischendurch:
Eine Übung, die Du in jeder Situation machen kannst, in der du für 5 Minuten die Augen schließen kannst. Z.B. in der Bahn auf dem Weg zur Arbeit. Es ist eine Atemübung.
Schließe die Augen und atme sanft und tief ein. Nimm Deinen Atem wahr. Stell Dir vor, Du atmest Liebe oder Freundlichkeit ein. Wenn Du magst, kannst du der Luft, die in Dich hineinfließt in Deiner Fantasie eine Farbe geben. Z.B. Gold. Nimm wahr, wie sich die Luft / Farbe in Deinem Körper verteilt. Atme aus und entspanne dabei Deine Muskeln. Lasse Anspannung los. Stelle Dir beim nächsten Ausatmen vor, wie die ganze Schwere und Anstrengung, die Du empfindest aus Dir heraus fließt und in den Boden sinkt.

Hier ist unsere Audiodatei für Deine Selbstfürsorge. Klicke auf den Button, und höre Dir auf Soundcloud an, was wir Dir erzählen